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BUND Rhein-Pfalz-Kreis

Wildkatzenkorridore

Das Projekt Wildkatze des BUND im Rhein-Pfalz-Kreis läuft seit 2008. Unser Ziel ist, die Rheinauen (südlich Ludwigshafen bis Germersheim) über das Waldgebiet zwischen Schifferstadt und Haßloch an den Pfälzer Wald anzubinden. Der Pfälzer Wald ist ein wichtiger Lebensraum der Wildkatze. Im Schifferstadter Wald ist die Wildkatze heimisch, dies haben Gen-Analysen bestätigt. Auch wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Sichtungen gemeldet. Gemeinsam mit der Jägerschaft wollen wir der Wildkatze zu einer stabilen Population verhelfen (z. B. werden sogenannte Wurfhöhlen für die Aufzucht ausgebracht). Mit dem Kauf von Grundstücken (finanziell unterstützt von der Kreisverwaltung) zwischen Schifferstadter Wald und den Rheinauen, schaffen wir ökologische Trittsteine als Verbindung beider Waldgebiete, Auch die geplante Grünbrücke über die A 61 ist ein wichtiger Beitrag der Vernetzungsachse.

Noch vor 150 Jahren waren Wildkatzen in den Wäldern Deutschlands weit verbreitet. Seitdem haben die Bestände kontinuierlich abgenommen. Durch die immer stärker voranschreitende Zersiedlung der Landschaft oder den Bau neuer Verkehrswege leben Wildkatzen heute zurückgezogen in teilweise stark voneinander isolierten Vorkommen. Die Tiere können ihre Waldinseln kaum noch ungefährdet verlassen. Ohne Wanderungen in neue Reviere und einen genetischen Austausch ist das Überleben der letzten echten "Waldkatzen" aber langfristig gefährdet. Um einen Austausch der Populationen zu fördern und damit das Leben von Wildkatzen und anderen Wildtieren zu ermöglichen arbeitet der BUND bundesweit an einem Wildkatzenwegenetz Korridore sollen geeignete Waldgebiete miteinander verbinden und so ein Rettungs-Netzwerk von über 20 000 Kilometern Länge entstehen.

Dieses Rettungsnetz dient nicht nur der Wildkatze. Die Wildkatze ist eine Leitart. Das bedeutet: Wo sich Wildkatzen wohl fühlen, ist der Lebensraum auch für viele anderen Tierarten geeignet und das natürliche Lebensnetz kann funktionieren.  

Unser Ziel ist, die Rheinauen (südlich Ludwigshafen bis Germersheim) über das Waldgebiet zwischen Schifferstadt und Haßloch an den Pfälzer Wald anzubinden. Der Pfälzer Wald ist ein wichtiger Lebensraum der Wildkatze und im Schifferstadter Wald wurden in den vergangenen Jahren einzelne Exemplare gesehen. Dort versuchen wir gemeinsam mit der Jägerschaft der Wildkatze aktiv zu einer stabilen Population zu verhelfen (z. B. werden sogenannte Wurfhöhlen für die Aufzucht ausgebracht). Mit dem Kauf von Grundstücken (finanziell unterstützt von der Stiftung Naturschutz RLP und dem Rhein-Pfalz-Kreis) zwischen Schifferstadter Wald und Rheinauen, die wir zu geeigneten Trittsteinen aufwerten, leisten wir einen weiteren wichtigen Schritt für eine Leitart des Naturschutzes.  

Nachweis von Wildkatzen

Für den Nachweis der Wildkatze kam die „Lockstock-Methode“ zum Einsatz. Mit Baldrian präparierte raue Stöcke wurden an geeigneten Stellen gesetzt, kontinuierlich kontrolliert, ob sich Katzenhaare daran befanden. Diese erbrachten durch genetische Untersuchungen den Nachweis über die Vorkommen im Schifferstadter Wald. Zusätzlich kamen auch Wildtier-Kameras zum Einsatz.  

Melden Sie tote Wildkatzen!

Der BUND Rheinland-Pfalz baut ein landesweites Totfundmonitoring für die
Wildkatze auf. Gemeinsam mit einem Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern werden tot aufgefundene Tiere gesammelt und wissenschaftlich untersucht

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