Die Überraschung ist groß, obwohl Wissenschaftler und Umweltverbände seit Jahrzehnten warnen: Der Klimawandel macht Mitteleuropa zu einer Region, die sich innerhalb kurzer Zeit zu einem zeitweisen Wassermangel-Gebiet wandelt. Der Sommer 2026 darf als Mahnung verstanden werden. Wir haben keine Wahl, unsere Planungen müssen sich der Situation stellen. Damit unsere Siedlungsgebiete lebenswert bleiben, bedarf es eines Umdenkens ihrer Gestaltung, was die “Wasserinfrastruktur” einschließt. Das ist nicht in Jahren lösbar, es ist ein Jahrhundert-Projekt.
Die Vortragsinhalte
Im Vortrag wird der Umgang mit Wasser im Siedlungsgebiet, gestern (und ein bisschen vorgestern), heute und morgen erläutert. Management von Niederschlägen, Trink- und Brauchwasser bis zu Abwasser: Alle Systeme befinden sich im Wandel. Nur wer ein langfristiges und nachhaltiges Ziel hierfür definiert hat, kann das stemmen. Schwerpunkte des Vortrags sind die Antworten auf die Fragen:
- Wo stehen wir heute und warum leben wir in einer Zeit der Zäsur im Umgang mit "dem Wasser"?
- Positive Entwicklungen der letzten Jahre im Umgang mit Wasser
- Ziele und Maßnahmen: Korrekturen im Landschaftswasserhaushalt außerhalb der Siedlungen - Korrekturen in den Siedlungsfächen selbst
- Den Wandel in der Kommune angehen, aber wie? (grundsätzlicher Unterschied: Optionen im Bestand und bei Neuplanungen)
Beispiele 1: Mögliche Ansätze für das Optimieren des Umgangs mit Wasser im Siedlungsbereich der Gemeinde anhand kronkreter Beispiele
Beispiele 2: Auf dem Wohngrundstück Gutes für den Wasserkreislauf tun
Der Referent: Rolf Götz ist Chemieingenieur und blickt auf 40 Jahre Berufserfahrung im Bereich Umweltverfahrenstechnik zurück. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Konzeption und Optimierung von Grundwasseraufbereitungsanlagen und von industriellen und kommunalen Abwasseranlagen sowie als Gewässerschutzbeauftragter eines Stadtentwässerungsbetriebs. Ehrenamtlich ist Herr Götz seit vielen Jahren ebenfalls im Bereich "Wasser" tätig u.a. seit zwei Jahren als Sprecher des Landesarbeitskreises Wasser des BUND in Rheinland-Pfalz. Er vertritt den BUND in der "Allianz für das Wasser" des Landes Rheinland-Pfalz, einem Beratergremium, das die Umsetzung des "Zukunftsplan Wasser" von Rheinland-Pfalz begleitet.
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