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Was blüht denn da?

Exkursion: "Naturschönheiten in den Rheinauen"

Für viele Menschen ist eine Wiese ist eine Wiese. Dass dies nicht stimmt erfuhren am Sonntag, 25.05.2014 rund 40 TeilnehmerInnen bei der botanischen Exkursion in den Rheinauen der Gemeinde Berghausen.




Weitere Informationen zum herunterladen: Wiesenwanderweg Römerberg.pdf

Die Referenten Jürgen Walter und Monika Eggert und Dr. Dannapfel erklärten sehr anschaulich die verschiedenen Wiesentypen und deren typischen Bewuchs.

Von dem Ehepaar Emil und Rita Pösl der LA 21 Berghausen erfuhren wir vieles über die Entstehung des Wiesenrundwanderweges in dessen Verlauf sich viele Informationstafeln, ein Natur-Lehr-Spiel-Pfad, ein Kräutergarten und ein Insektenhotel stehen.

Die Wiesenrundtour ist neben vielen anderen Wiesentouren aus Rheinlandpfalz in der Broschüre "Wandern zwischen Wiesenwelten" des BUND Rheinland-Pfalz beschrieben. Die Exkursion beschrieb zwei verschiedene Wiesentypen die durch den unterschiedlichen und jeweils sehr Charakteristischen Bewuchs erkennbar waren. Zuerst führten die Refententen die Teilnehmer zu einer Streuobstwiese mit eher mageren Charakter, die von der Lokalen Agenda gepflanzt und gepflegt wird.

Der zweite Wiesentyp war eine Feuchtwiese, eine sog. Stromtalwiese. Sie wird vom BUND betreut, wird nur 1mal im Jahr zu einem späten Zeitpunkt gemäht. Sie ist sehr empfindlich gegen Düngung , kommt aber mit zeitweiliger Überflutung gut zurecht und bietet einer besonderen Pflanzenwelt Raum.

Auch der Deich bot eine reichhaltige und sehr unterschiedliche Flora. So war das Taubenkropf-Leimkraut, die grün-gelblichblühende Zypressenwolfsmilch, eine noch nicht vollständig aufgeblühte Lauchart und dazwischen völlig überraschend der scharfe Mauerpfeffer, der normalerweise nur an trockenen Standorten zu finden ist, zu betrachten.

Ein negatives Beispiel, die zur Bedrohung der einheimischen Flora führt, zeigte ein Japan-Knöterich. Er zählt zu den sog. Neophyten, das heißt, er wurde aus dem Ausland eingeschleppt. Da er keine Feinde hat, sich durch kleinste Pflanzenteile vermehrt und unheimlich wuchert, verdrängt er immer mehr wichtige einheimische Pflanzen.

 

 



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