BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


2016 - Winterlinde


Der enge Verwandte der Winterlinde ist die Sommerlinde, die bereits 1991 zum Baum des Jahres gekürt wurde. Wie der Name bereits verrät, bevorzugen Sommerlinden mehr die warmen südlichen Regionen und die Winterlinden mehr die kühleren nordöstlichen Regionen in Europa. In unserem Breitengrad fühlen sich beide Arten heimisch. Unterscheiden kann man die beiden Arten an ihren Blättern und Früchten. Die Winterlinde hat kleinere, auf der Oberseite glatte Blätter, während die Blätter der Sommerlinde rundherum behaart sind. Sommerlinden blühen von Mitte bis Ende Juni und Winterlinden erst an Mitte bis Ende Juli. Die Früchte der Winterlinde sind etwa 6 mm groß und man kann sie zwischen den Fingern zerdrücken. Die Sommerlinde hat etwas größere Früchte von 8 bis 10 mm, die nicht mit den Fingern zerdrückt werden können. In der Verwendung und Mythologie sind die Baumarten durch ihre starke Ähnlichkeit gleich zu setzten.


Mit dem Klimawandel kommen die Bäume gut zurecht, jedoch nicht mit allzu starken Abgasen. Häufig wird die in Südosteuropa vorkommende heimische Silberlinde gepflanzt, die etwas resistenter gegenüber Abgasen und Wasserknappheit ist.

Quelle: http://rhein-pfalz.bund-rlp.de/og_neuhofen/projekte_pflegeaktivitaeten/baum_des_jahres/2016_winterlinde/