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Naturschutz in Limburgerhof

Limburgerhof ist eine nach Fläche kleine Gemeinde, die zudem noch einen hohen Anteil an Siedlungsfläche besitzt. Trotzdem kann der Ort mit einigen naturschützerisch wertvollen Bereichen aufwarten.






  • Am östlichen Ortsrand ist das Limburgerhofer Bruch gelegen. Es ist ein abwechslungsreiches Wiesengelände in der Talrandsenke des Rheins. Extensiv bewirtschaftete Weiden, die von einem ehemaligen Entwässerungsgrabensystem mit Gehölzstreifen durchzogen sind, haben eine Gesamtfläche von mehr als 80 Hektar.
  • Südlich des Ortes im Bereich der Ortsteile Kohlhof und Rehhütte sind die Bachläufe des Rehbach, des Ranch- und des Hungergrabens mit ihren angrenzenden Übergangsbereichen belebte Natur, die - nach einer langen Zeit der systematischen Begradigung und der Belastung mit chemischen Stoffen - wieder auf dem Weg zu wertvollen Fließgewässern sind.
  • Den westlichen Ortsrand bilden die beiden kleinen Waldgebiete des „Eichelgarten“ (südlich der Bahnlinie) und des „Mutterstadter Waldes“. Ein Altbestand an Eichen und eine abwechslungsreiche Gesamtstruktur sichern hier eine seltene Artenfülle, insbesondere für zahlreiche Vogel- und Fledermausarte. Alleine fünf Spechtarten mit stabilen Populationen sprechen für sich.
  • Die Umwandlung ehemals intensiver Landwirtschaftsflächen zwischen Limburgerhof und Schifferstadt in eine große Golfanlage mag mancher als „elitäre Freizeitfläche der Besserverdienenden“ betrachten. Wir haben einen anderen Blick darauf: Unbestritten ist, dass sich in der nun hügeligen Landschaft mit vielen Gehölzflächen, Bäumen, blütenreichen Wiesen und naturnahen kleinen Weihern in den vergangenen beiden Jahrzehnten eine bemerkenswerte Artenfülle entwickelt hat. Insbesondere viele Bienen- und Schmetterlingsarten leben hier, denn die Wiesenhügel werden nicht in der blütenreichen Jahreszeit gemäht. Wer Nachtigallen und Mönchsgrasmücken hören möchte, sollte diesen Bereich ansteuern.
  • Blütenpflanzenreiche Gärten, viele Sträucher, Hecken und alte Bäume sorgen für eine große Artendichte in der Siedlungsfläche. Man wünscht sich mehr einheimische Arten, konsequenten Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und ein Ende der Umwandlung von (Vor)-Gärten in Steinwüsten. Der Siedlungsbereich hat also noch viel Potenzial, für das es sich lohnt, in Umweltbildung zu „investieren“.

Fotos ©RG:

  • Oft zu hören, selten zu sehen: Pirol (Männchen) im Mutterstadter Wald     
  • der seltene Nachtkerzenschwärmer lebt im Bereich des Golfplatzes und an der Bahnstrecke nach Schifferstadt    
  • das Taubenschwänzchen saugt mit seinem langen Rüssel an einer Buddleia ("Schmetterlingsflieder") in einem Garten     
  • die Zauneidechse (hier ein Männchen) nutzt die Ränder mit Sonneneinstrahlung an breiten Waldwegen als Lebensraum im Mutterstadter Wald  
  • der Buntspecht ist die häufigsten Spechtart im Mutterstadter Wald


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